Corporate Blogging – super Idee?

Weblounge
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Heute in Nürnberg, coole Location am Wöhrder See, Publicis hat mal wieder geladen zur “Weblounge”. Thema: “Corporate Blogging”. Heißt also: Ich bin eine Firma, und ich bin wahnsinnig innovativ.

Also mache ich nicht nur klassisches Marketing. Ich machen ein Firmen-Weblog, englisch: “Corporate Blog”. Das Lehrbuchbeispiel ist immer Frosta. Deren “Chef-Blogger” Felix Ahlers war auch da bei der Weblounge. Aber der Vortrag war eher dünn. Ahlers zeigte, dass der Suchbegriff “Maggi” bei Google als erstes irgendwelche kommerziellen Bewertungsseiten auswirft. Bei “Frosta” dagegen kommt Ahlers´ Blog. Weil da halt oft neue Inhalte reinkommen. Und weil die User eifrig kommentieren und den Blog kräftig verlinken. Und natürlich zieht Frosta Nutzwert raus: Wie ein neues Tiefkühlgericht heißen soll, wird schon mal via Voting im Blog entschieden. Und wenn ein Frosta-Produkt nicht schmeckt, dann erfährt das Ahlers als erstes aus dem Blog (echt?). Aber wenn das wirklich schon alles ist, dann frage ich hiermit: Was ist daran so toll?

Ganz witzig war dagegen der Vortrag von Vorzeige-Blogger Robert Basic (hier sein Blog). Er simulierte mit Hilfe des Auditoriums, wie die Blogosphäre funktioniert: Man kippt irgendwo eine Message rein, und am Ende kommt was ganz anderes raus. Gut, früher nannten wir das “Flüsterpost”. Und natürlich ist das irgendwie beruhigend, vermeintlich angsteinflößende moderne Entwicklungen mittels Regression in die Kindheit erklären zu können. Na dann: Frohes Corporate-Blogging!

(Hier übrigens noch ein Beispiel für ein Corporate-Video-Blog von JetBlue Airways)

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