Hashtags für Bücher

Wie ich hier ja schon mal beschrieben habe, beschäftigt sich einer meiner Helden, Seth Godin, derzeit im Rahmen des „Domino Projekt“ mit der Zukunft des Buchs. Dieser Tage habe ich eine Mail von ihm bekommen (wie alle anderen registrierten „Domino“-Fans auch…), in der er eine großartige Idee skizziert:

This is a great idea.
The notion of a persistent side conversation going on–one that you can participate in as you read a book–is compelling. We’re in.
Starting soon, all our books will feature a hashtag in them, making it easy to coordinate the conversation among readers. For now:
Poke The Box –> #ptbDomino
Do the Work–> #dtwDomino

Ich finde das klasse. Die Idee stammt natürlich von Twitter, wo es schon lange üblich ist, Themen mit Hashtags („#blabla“) zu kennzeichnen. So kann man auf twitter sehr einfach sehen, was zu einem bestimmten Thema an Tweets vorhanden ist. Die Welt der Bücher verändert sich ja auch schon langsam. So hat zum Beispiel Amazon bei Kindle-Büchern die Funktion des „Social Bookmarks“ (in Deutschland leider kastriert) eingeführt. Ergebnis: Ich kann sehen, wieviele Leute eine bestimmte Stelle in einem Buch als „Bookmark“ markiert haben. Hätte es diese Funktion vor 20 Jahren schon gegeben – mein Studium wäre erheblich einfacher gewesen. Zusätzlich führt die Hashtag-Idee dazu, dass man quasi parallel zur Lektüre eine Art „Neben-Diskussion“ über Bücher führen kann, die man gerade liest. Wenn man so will, eine Art ins Web verlagertes Proseminar in Germanistik. Ich bin sehr gespannt, werde mitmachen und hier wieder berichten. Bis dahin: Frohes Hashtaggen!

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