Jack Wolfskin kauft arte.

Es könnte so schönes Fernsehen sein: Abenteurer Arved Fuchs schippert mit einem alten Fischerboot von Grönland über Neufundland nach Irland, Schottland und schließlich an die norddeutsche Küste. Das Ganze dargeboten auf arte in fünf je dreiviertelstündigen Tranchen.

Aber ach. Schon nach wenigen Sekunden fällt etwas auf, nämlich ein Firmenlogo, das dem Abdruck einer Bärentatze sehr ähnlich sieht. Es gehört zu Jack Wolfskin, jenem Hersteller von Abenteuer-Klamotten, der jüngst durch eine Abmahnaktion im Internet äußerst unangenehm auffiel.

Im Fuchs-Film ist das Wolfskin-Logo auf allem: Mützen, T-Shirts, Windjacken sämtlicher Team-Mitglieder – sogar auf dem Segel prangt der Markenname.

Nun versteht sicherlich jeder, dass ein Abenteurer wie Fuchs auch von irgendetwas leben muß. Daß er vermarktet was geht, wäre also überhaupt kein Problem – wenn sein Film auf RTL liefe oder auf Pro Sieben. So ist es aber nicht, sondern die Serie läuft auf dem gebührenfinanzierten Arte. Hier, auf einer der wenigen werbefreien Inseln im Fernsehen, möchte ich keine Werbung sehen. Punkt. Dafür zahlt man schließlich Gebühren. Wäre es anders, hätte der öffentlich-rechtliche Rundfunk keinerlei Existenzberechtigung.

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