Japan: Atom-Krieg der Bilder

Die Atom-Krise in Japan zeigt zunehmend, wie überflüssig das Fernsehen mittlerweile ist. Gestern zum Beispiel im Heute-Journal mit Klaus Kleber: Da gibt es ein ellenlanges Interview mit einem, zugegeben, dank Pferdeschwanz optisch ganz interessanten Kraftwerksexperten. Das kann ich auch – und besser – lesen. Dann diverse beliebige Katastrophenbilder, die man längst (von Online-Medien) kennt. Das einzig neue Bildmaterial (und im Fernsehen geht es ja schließlich um Bilder!) war ein Video, das aus einem Hubschrauber aufgenommen wurde und das havarierte Kraftwerk aus der Nähe zeigt.

Allerdings: Genau dieses Video gab es schon einen halben Tag vorher auf Spiegel online zu sehen. Im Gegensatz zum Fernsehen habe ich da eine Pausentaste und kann vor- und zurückspulen. Und wie gesagt: Online ist schneller. Da kann ich nur sagen: Tschüß, Fernsehen!

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