Rösler versteht Ortungsdienste (nicht).

Jetzt geht es wirklich los. Heute früh hat unser aller Wirtschaftsminister Philipp Rösler (falls es jemand noch nicht weiß: FDP) stolz verkündet, dass er jetzt den Datenschutz besser macht. Dabei hat es Rösler vor allem auf die so genannten Ortungsdienste abgesehen, die unter Namen wie Foursquare, Facebook Places, Gowalla oder Foodspotting via GPS-Handy oder Funkortung Ortsinformationen des Users erheben. Das, meint Rösler, ist böse.

Genauer gesagt: Der User würde oft gar nicht mitbekommen, wenn sein Handy gerade eine Ortsinformation abspeichert oder versendet. Also, so Röslers geniale Lösung, muß der Dienstbetreiber jedes Mal eine SMS schicken, wenn eine Ortung stattfindet.

Oh Mann. Ab dem Zeitpunkt, da dieser hirnrissige Schwachsinn eingeführt würde, wäre für mich SMS als solches sofort unbenutzbar. Denn mein Handy speichert – mit Absicht und mit meinem Einverständnis – alle paar Sekunden, wo ich mich gerade befinde. Das tut es aus vielen Gründen – etlichen spaßigen und ein paar ernsten. Außerdem sind ortsbasierte Dienste schon alleine deshalb die Zukunft, weil man hier mit interessanten Dienstleistungen, die die Menschen tatsächlich haben wollen (um nur ein Beispiel zu nennen: Die Ortung eines verlegten Handys…), Geld verdienen kann. Das sollte ein deutscher Wirtschaftsminister, gerade wenn er von der FDP kommt, doch irgendwie auch im Blick haben.

Kommentar verfassen