Was man aus einem Stromausfall lernen kann

20121115-101136.jpg Heute Morgen ist in München der Strom ausgefallen. Davon habe ich im Radio erfahren, auf Bayern zwei. Dort wurde nämlich berichtet, “laut Twitter” sei in München der Strom ausgefallen, die Lage im Detail soundso.
Laut Twitter. Soweit sind wir also schon. Der großzügig mit Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Sender bayerischer Rundfunk kann es sich offenbar nicht mehr leisten, selbst im eigenen Vorgarten in München mit eigenem Personal zu recherchieren. Doch ganz davon abgesehen, welch journalistisches Armutszeugnis sich der BR hier selbst ausstellt – Man sieht hier mal wieder, wo heute Nachrichten tatsächlich gemacht werden.
Und es kommt noch besser. Natürlich habe ich nach der ersten Meldung dann selbst auf Twitter nachgeschaut. Und siehe da: Selbst die Münchner Stadtwerke informieren ihre Kunden direkt und aus erster Hand über das soziale Medium Twitter (s. Screenshot). Wozu ich da noch ein Massenmedium wie den Hörfunk brauche? Ich weiß es eigentlich nicht. Vor allem dann nicht, wenn dort nur Twitter zitiert wird. Da geh ich lieber gleich zum Original.

Ein Kommentar zu “Was man aus einem Stromausfall lernen kann

  1. Es gibt ja auch Menschen, die twittern nicht unbedingt, während sie im Auto unterwegs sind. Radio ist halt nur noch Nebenbei-Medium. Stimme aber zu, dass es etwas peinlich ist bloß eine Twitter-Meldung in einer Nachrichtensendung zu zitieren. Zumal eine solche Meldung ja nicht zwangsläufig stimmen muss und von öffentlicher Seite verifziert ist.

    Twitter ist aber in der Tat ein Medium, das eben für den direkten Austausch klasse funktioniert. Bestes Beispiel mein Ärger mit der Post: http://stefehring.wordpress.com/2012/11/10/arger-mit-der-post/
    Nach der Umstellung der Packstation-Sicherheit von einer PIN auf eine mTAN, die gehörig daneben gegangen ist und dafür sorgte, dass die kostenpflichtige (!) Telefonhotline dermaßen überlastet war. Gleiches galt für sonstige Kontaktmöglichkeiten – ausgenommen der Twitteraccount der Post/DHL. Da ließ sich das Problem einer gesperrten Goldcard innerhalb von einem Tag lösen…

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