Webdesign: Die Rückkehr des Farbleitsystems

Es ist eine Freude. Habe eben die Website vom Guardian angeguckt – wie ich finde derzeit eine der schönsten Zeitungswebseiten. Und siehe da: Es gibt dort ein Farb-Leitsystem, also verschiedene Rubriken (Sport, Anzeigen, Multimedia, Kommentare) haben jeweils eine eigene Layout-Farbe. So findet man sich besser zurecht in den vielen, vielen Inhalten, die eine Website dieser Größenordnung anzubieten hat.

Die Idee war lange verschütt bzw. out.

ABER. Ich muß an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir bei nordbayern.de, der Website, mit der ich beruflich zu tun habe, schon 2001 ein Farbleitsystem eingeführt haben. Vielleicht wird die Sache mit dem Guardian ein Anlaß sein, über das Thema neu nachzudenken.

Gleichzeitig lese ich in einem britischen Journalistenblog, dass auch der “Daily Telegraph” im Moment relauncht. Kommende Woche sollen die ersten Sektionen im neuen Kleid erscheinen.

Dieses Layout ist auch sehr schön, verzichtet aber bis auf blau fast komplett auf Farbe als Gestaltungsmittel. Dafür ist den Kollegen eine sehr gute Lösung gelungen, wie man eine riiiiieeeesige Homepage mit Hilfe verschieden großer Bilder bzw. Bildleisten gestalten kann. Denn beim Guardian sind alle Bilder prinzipiell gleich groß, es gibt dort keinen “richtigen” Aufmacher mit einem größeren Bild. Und ich finde, die Bildgröße ist für den User ein guter Anhaltspunkt für die Bedeutung des jeweiligen Themas.

Also mein Favorit wäre eine Mischung mit den Bildelementen des Telegraph und vielleicht einer noch etwas abgespeckten Farb-Navigation a la Guardian.

Ein Kommentar zu “Webdesign: Die Rückkehr des Farbleitsystems

  1. Also wir haben bei uns der DIGITAL PRODUCTION (www.digitalproduction.com) online aufgegeben und werden es auch im Heft aufgeben. Keiner hat es verstanden und ich musste als Chef immer wieder selbst nachsehen, welche Farbe welches Ressort hat. Sorry

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