Zum Tode von StudiVZ

Vergangenen Samstag stand ein interessanter Artikel zum “Ende” von StudiVZ in der Süddeutschen Zeitung. Kern des Textes war ein langes Interview mit einem der Gründer von StudiVZ, der im wesentlichen darüber lamentierte, dass die Plattform nach dem Verkauf an den Zeitungsverlag Holtzbrinck von Leuten geführt wurde, die vom Thema keine Ahnung hatten.

Ja, das ist sicherlich ein Punkt, der oft zum Mißerfolg schicker neuer Online-Plattformen führt. Oder im Umkehrschluß ein Grund, warum Unternehmen wie Google immer noch erfolgreich sind: Weil die Gründer nach wie vor mit an Bord sind.

Ein anderer Punkt aber ist fast noch interessanter: Social Networks, schreibt die “Süddeutsche“, sind “zum Erfolg verdammt”. Das kann man nicht genug betonen.

Mit anderen Worten: Den Erfolg macht letztlich nicht die Qualität der Softwrea. Den Erfolg macht einzig und alleine die Nutzerzahl. Das klingt zunächst banal, weil ja jedem Kleinkind klar ist, dass ein Social Network ohne Mitglieder nicht funktionieren kann.

Dennoch aber sagt dieser Satz, dass es im Markt der Social Networks letztlich kein Mittelfeld gibt: Entweder hat ein Netzwerk den “Facebook-Typus” (sprich: Jeder ist drin), oder es verkümmert mehr oder weniger langsam. Eine Loyalität der Nutzer zu ihrem Netzwerk gibt es dabei nicht: Man geht immer dorthin, wo die eigene Peer Group (zumindestens gefühlt) bereits ist.

Das wird noch lustig für Google+ !

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